Heimito von Doderer

Geboren am: 5. September 1896

Gestorben am: 23. Dezember 1966

Dr. phil., Altmeister des österreichischen Romans.

Beiträge von Heimito von Doderer
FORVM, No. 23

Vom Jenseits im Diesseits

Zu Jean Giraudoux’ Roman: „Kampf mit dem Engel“*
November
1955

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FORVM, No. 43/44

Kitsch und Kunst

Eine FORVM-Umfrage mit Illustrationen von Paul Flora
Juli
1957

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FORVM, No. 53

Grundlagen und Funktion des Romans

Mai
1958

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FORVM, No. 72

Die gläserne Kathedrale

Dezember
1959

Über die lyrische Kunst Heinz Politzers, anläßlich des Erscheinens seines Gedichtbandes im Bergland-Verlag, Wien. Sie wollen mehr Texte online lesen?
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FORVM, No. 75

Der Fremdling Schriftsteller

Rede, gehalten am 26. Januar 1960 in der Österreichischen Nationalbibliothek zu Wien
März
1960

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FORVM, No. 84

Die Anti-Bestseller 1960

Eine Umfrage nach guten Büchern, die schlecht gehen
Dezember
1960

Schlechte Bücher, die gut gehen, sind an der Tagesordnung, und das ist traurig. Es gibt auch schlechte Bücher, die schlecht gehen, und das ist erfreulich. Es gibt auch gute Bücher, die gut gehen, und das ist selten. Mit keinem dieser drei Phänomene wollen wir uns im folgenden beschäftigen. (…) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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FORVM, No. 85

In Sachen Paul Celan

Januar
1961

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FORVM, No. 94

Gedenkblatt für Hanns von Winter

Musikkritiker und Mitarbeiter des FORVM von 1955 bis 1959, gestorben am 22. September 1961 im 65. Lebensjahr
Oktober
1961

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FORVM, No. 100

Chwostik am Start

April
1962

Im Herbst dieses Jahres wird, verlegt vom Münchner Biederstein-Verlag, Heimito von Doderers Roman „Die Merowinger oder Die totale Familie“ erscheinen. Inzwischen hat der Dichter schon einen weiteren Roman, seinen siebenten, fertiggestellt. Aus diesem „Roman Nr. 7“ stammt das nachfolgende, leicht (…)

FORVM, No. 103/104

Eine gewichtige Übersiedlung

Notizen zu Ernst Alkers „Geschichte der deutschen Literatur“
Juli
1962

Als ich erfuhr, daß Ernst Alkers „Geschichte der Deutschen Literatur von Goethes Tod bis zur Gegenwart“ vom Verlage Cotta zu Kröner übersiedelt sei, streifte mich die Vorstellung, daß man dieses mächtige Werk auf einem schweren Tiefladewagen mittels Traktor vom einen Verlagshaus zum anderen (…)

FORVM, No. 107

Neuland österreichischer Geschichte

Notizen zu zwei Büchern von Denis Silagi*
November
1962

Es gibt, nach dem Ende der im engeren Sinne Josephinischen Zeit, zwei Jahre österreichischer Geschichte, bei deren Betrachtung man den Atem anhalten möchte, als könnte noch immer alles werden und sich wenden; paradox genug, da man ja wohl weiß, wie’s dann gekommen ist. Und wie alles stecken (…)

FORVM, No. 121

Die Schule des Lesers

Notizen zu H. G. Adlers Erzählung „Eine Reise“ (Verlag Bibliotheca Christiana, Bonn)
Januar
1964

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FORVM, No. 138-139

100 Worte Sozialismus

Juni
1965

Vor fünfzig oder gar hundert Jahren konnte man, tatsächlich oder vermeintlich, mit zehn Worten sagen, was Sozialismus sei. Reichen heute hiefür auch nur hundert Worte aus? Dies herauszufinden, schien uns eines größer angelegten Versuches wert. Von den vierzig Autoren, die auf unsere Frage (…)

FORVM, No. 150-151

Das Mark der Kritik

Juni
1966

In Sachen Literatur führt nichts so schnell zur vollständigen Barbarei wie die Ignoranz der Deuter. Günther Busch (in: „Der rote Sündenbock Anmerkungen zu Georg von Lukács“) Literaturkritik überall, sogar im unkritischen Österreich! — Vor so viel Praxis rühren sich ein paar Grundfragen, sie (…)

Beiträge zu Heimito von Doderer
FORVM, No. 108

Doctor Doderers Wuthäuslein

Zu seinem Roman „Die Merowinger oder Die totale Familie“ (Biederstein-Verlag München)
Dezember
1962

Ganz in der Nähe von Doderers Wohnung im IX. Wiener Gemeindebezirk ist an einem Gittertore auf schwerer Emaille-Platte in schwarzen und roten Lettern folgende Inschrift zu lesen: Bundesstaatliche Schutzimpfungsanstalt gegen WUT Da laut Doderer die Kulissen immer genau zum Leben (…)

FORVM, No. 120

Vom mönchischen Stand des Kritikers

Anmerkungen zu Heimito von Doderers Romantheorie
Dezember
1963

Es ist nicht sehr lange her, daß Heimito von Doderer behauptete, der Kritiker — und nicht etwa der Schriftsteller — sei der Mittelpunkt des literarischen Kosmos, weil jener das faszinierende Geheimnis des Maßes besitze; aber erst beide Eigenschaften zusammen, die analytische des Kritikers und (…)

FORVM, No. 120

In den Niederungen Kakaniens

Hinweise auf sieben neue Romane
Dezember
1963

Es gehört zum paradox Faszinierenden aller Kunstübung, daß sie dem Flüchtigen Dauer verleiht und daß gerade der Moment des Sterbens oder Hinwelkens kraft künstlerischer Darstellung Ewigkeitswert gewinnt. So kommt es, daß man mit eben jenem Kakanien, mit dem man auf die Dauer in der Welt keinen (…)

FORVM, No. 135

Werkstatt als Schule des Lebens

Zu Doderers Tagebuch eines Schriftstellers, 1940-1950
März
1965

Es ist unwürdig, sich den Tatsachen zu verschließen. Es ist allerdings noch unwürdiger, von vornherein mit ihnen intim zu sein. Aber sich selbst in ihnen zuerkennen, das allein begründet eine Freundschaft mit der Welt. Heimito von Doderer Nachdem „Die Dämonen“ sich 1936 als vorläufig (…)

FORVM, No. 157

Für Heimito von Doderer

Januar
1967

Am 23. Dezember 1966 starb Heimito von Doderer nach zwei kurz aufeinander folgenden Operationen in einem Wiener Spital. Im Namen aller unserer Mitarbeiter, und im eigenen Namen nehmen wir Abschied von dem Menschen Heimito von Doderer, der als Schriftsteller in unserer Zeitschrift weiterleben (…)

FORVM, No. 157

Gruß am Grab

Januar
1967

Vor knapp vier Monaten, als wir Doderers siebzigsten Geburtstag feierten, schrieb ich über den verehrten Meister und geliebten Freund; und erzählte — recht plump, denn ich genierte mich, ihm das gewissermaßen ins Gesicht zu sagen — eine kleine, aber mein ganzes Leben bestimmende Begebenheit aus (…)

FORVM, No. 157

Die Prüfung

Januar
1967

Ich hatte mir insgeheim schon lange gewünscht, Heimito von Doderer einmal aus der Nähe zu sehen, als aber sein Sekretär und Mitarbeiter, mein Freund W. F., mich wissen ließ, der große Mann wünsche mich in Augenschein zu nehmen, waren meine Gefühle doch etwas zwiespältig. Anlaß für den (…)

FORVM, No. 157

Zum Werk

Januar
1967

Heimito von Doderer ist vor der Vollendung seines großangelegten Projekts „Roman No. 7“ gestorben. Seine Devise, der Romanschriftsteller habe zugunsten der Objektivität und Totalität seiner Figurenwelt „sich selbst unvollendet stehn zu lassen“, erhält damit eine schmerzliche Parallele. Was das (…)

FORVM, No. 157

Vor allem ein Herr

Januar
1967

Er war das, was man einen Herrn nennt, aber er war es nicht bloß deshalb, weil er einen Titel führte und das Protokoll beherrschte, sondern weil er unter den vielen Herren dieses Landes, betitelten und unbetitelten, protokollären und unprotokollären, zu den wenigen gehört hat, die sich auch (…)

FORVM, No. 157

Das letzte Geheimnis

Januar
1967

Ich habe Heimito von Doderer im Mai 1919 auf der Durchreise von Omsk nach Wladiwostok in einem in der Nähe dieser Stadt gelegenen Kriegsgefangenenlager kennen gelernt. Wir alle standen damals unter dem Eindruck des Zusammenbruchs, des Untergangs der österreichischungarischen Monarchie, „unseres“ (…)

FORVM, No. 157

Zwischen zwei Ewigkeiten

Januar
1967

Auf das Brett, auf den Deckel des Sarges, in dem dein Körper liegt, habe ich Erde gestreut, Erde aus einer runden Blechschüssel. (Gerade war die zweite Schüssel leer geworden, nachdem Erzsi vor mir ein paar eisige kleine Klumpen mit der Kinderschaufel hinausgekratzt hatte, mit einer (…)

FORVM, No. 157

Das Ende

Januar
1967

Am selben Ort und vielleicht sogar in demselben Zimmer und demselben Bett habe ich Boeckl und Doderer liegen gesehen. Nichts von Erhabenheit, nichts von Friede und Ruhe. Gemartert, abgekämpft, das waren sie. Als ich das Tuch von Boeckl hebe, sehe ich den Stumpf. Also auch noch verstümmelt. Sein (…)

FORVM, No. 164-165

Doderer und die Kritiker

August
1967

Vor nun schon mehr als einem Jahr beklagte sich Heimito von Doderer im Kreise unserer Mitherausgeber temperamentvoll und dezidiert über den katastrophalen Mangel einer Literaturkritik mit diskutablem Niveau. Als Antwort darauf baten wir ihn, seine Ansichten zum Thema „Literaturkritik“ für uns (…)

FORVM, No. 164-165

Mit vorsichtigem Vertrauen

August
1967

Wenn ich Elie Faures wichtiges Werk „Equivalences“ richtig verstanden habe, ist der Autor gerührt angesichts der Verwandtschaft zwischen der ästhetischen Wirkung des Deckengemäldes der Sixtinischen Kapelle und derjenigen einer Maske von der Elfenbeinküste und glaubt, die Kunst sei universell (…)

FORVM, No. 164-165

Der synthetische Kritiker

August
1967

Heimito von Doderers vollendet ironischer Aufsatz über „das Mark der Kritik“ reizt zum Widerspruch, und die Lust daran wird lediglich durch die Einsicht gedämpft, daß er zu fest in beiden „Hemi-Sphären“ der Sprache, der „gestaltenden, darstellungsweisen“ und der „gedanklichen, zerlegungsweisen“ (…)

FORVM, No. 164-165

Der räsonierende Kritiker

August
1967

Von den Gründen, warum Heimito von Doderer seinen Aufsatz, zu dem zu äußern man mich einlud, mit dem Titel „Das Mark der Kritik“ versieht, erscheint mir nur der als zureichend, daß sein Geschmack Gefallen am Wort „Mark“ findet, welches den Ausführungen von vornherein gesunden Tiefsinn (…)

FORVM, No. 164-165

Das gläserne Geländer

August
1967

Si calceus convenit, indue. I Gibt es ihn denn eigentlich, den Literaturkritiker, geschweige denn -wissenschaftler? Was es bestimmt gibt, allerdings viel seltener als in der Ökonomie der Literatur vorgesehen, ist der gute Leser. Der immer besser lesende Leser. Der über weite Strecken der (…)

FORVM, No. 179-180

Für eine gerechte Doderer-Fama

November
1968

Seine Beisetzung, die einem Staatsbegräbnis glich, war bereits Teil einer entstehenden Legende, war fürstlich, formvoll und fromm. Nie, sagte man, sei einem österreichischen Dichter von den Zeitgenossen so viel Ehre erwiesen worden; an Doderer habe man wieder gutgemacht, was an den vielen (…)